PABEL Coaching
PABEL Coaching

Erleben · Nachdenken · Teilen

Lassen Sie uns für einen Moment in die Zukunft reisen. Stellen Sie sich vor, wir schreiben das Jahr 2051 und schauen auf heute zurück. Wie sah die Welt damals aus, im Jahr 2021? 
 
Vor 30 Jahren beherrschten die großen Internet-Konzerne und Finanzdienstleister mit ihrer digitalen Intelligenz das Weltgeschehen. Es war die Zeit, in der die globalen Krisen immer schneller aufeinanderfolgten und immer näher an uns heranrückten. Internet-Blase, Immobilien-Krise, Wirtschafts-, Finanz-, Flüchtlingskrise,  internationaler Terrorismus, Nationalismus, Rassismus, Sexismus. Die Klimaveränderung erreichte einen unübersehbaren Höhepunkt.
 
Und dann Covid-19. Unser aller Leben, wie wir es bis dahin kannten, war auf einmal endgültig vorbei. Die Pandemie übernahm überall die Regierungsgeschäfte. Alle Hoffnung richtete sich auf technische Lösungen und auf Impfstoffe. Die Zeit der Lockdowns und Lockerungen dehnte sich immer mehr, hörte gar nicht auf. Ausgangsbeschränkungen, unterschiedliche Rechte für Genesene, Geimpfte, Getestete, unterschiedliche Regelungen der Öffnungszeiten für Geschäfte, Kitas, Schulen, Kulturveranstaltungen...
 
Und doch war da plötzlich diese Aufbruchsstimmung. Eine Erwartungshaltung, die aller Unsicherheiten zum Trotz auf einmal spürbar wurde. Was ging da vor?
Die Pandemie hält uns den Spiegel vor und zeigt, wie wir unterwegs sind in dieser Welt, von der wir glauben, dass sie allein uns gehört, und mit ihr machen können, was wir wollen. Auch mit Gewalt. Es tut vielleicht weh, zu erkennen, dass es nicht darauf ankommt, was wir wollen. Sondern darauf, was wir tun können, um in dieser Welt,  in der wir uns auf einmal vor uns selbst schützen müssen, noch eine Chance zu haben. Vielleicht sollten wir endlich aufhören, darüber zu streiten, wie wir unser altes Leben zurückkriegen und anfangen, uns von Missbrauch, Gewalt, Übergriff, Beschämung zu befreien. Anfangen, für unsere Heilung zu sorgen. Und teilen, was Not tut.

Wie klarkommen in der neuen Welt "mit dem Virus", in der unsere ganze Existenz in Frage steht, unsere Werte, unser Zusammenleben, unsere Kultur, unser Verhältnis zu materiellen Gütern, zu anderen Lebewesen, Organismen, Strukturen, der unbelebten Welt?

Wie umgehen mit der Herausforderung durch die Künstliche Intelligenz, der Angst vor überlegenen Maschinen? Was tun mit immer neuen Problemen auch vom anderen Ende der Welt, die wir uns buchstäblich nicht mehr vom Leibe halten können?
Und was sagen wir eigentlich unseren Kindern?

Wie halten wir es mit unserer Zeit?
Laufen wir ihr nur hinterher? Wieviel Zeit bleibt uns noch?
Kennen wir noch Langeweile oder wissen wir immer, wie wir die Zeit vertreiben können? Wieso hat die Zeit Fenster - und wem gehört sie eigentlich?

Hören, zuhören - und die wunderbare Erfahrung, "bloß auf den Klang und Rhythmus der Worte zu lauschen, sich voranzutasten und so lange auf diese Musik zu lauschen, bis man schließlich weiß, dass die Musik eine Bedeutung hat..." (Inger Christensen). Wir haben es ausprobiert.
Hören Sie einfach mal rein - und schauen Sie, was passiert.

Welche Rolle spielt eigentlich Dankbarkeit in unserem Leben?
Möchten wir einfach nur "danke" sagen oder sagen wir Dank, weil wir uns dazu verpflichtet fühlen oder jemandem Dank schulden?
Danke bedeutet ursprünglich "in Gedanken halten", erinnern. Was ist so erinnerungswert, dass wir es in Gedanken behalten wollen, ohne etwas zurückzufordern? Es immer bei uns haben wollen

Warum ist es so kompliziert, nach einem Streit wieder gut miteinander auszukommen? 
Wie gehen wir damit um, wenn wir von jemandem Groll zu spüren glauben, der unsere Meinung für falsch hält? 

Sind vielleicht auch wir sauer, weil wir uns falsch verstanden, nicht angenommen, ungerecht behandelt fühlen?  

Was können wir tun, um die Situation zu entspannen?

Was würde mit uns geschehen, wenn wir die Heimat verlassen müssten? Was passiert, wenn die Umweltbedingungen, die wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen Verhältnisse, das kulturelle Klima uns ein Weiterleben hier verbieten, lebensverneinend werden? Wenn wir uns entschließen, wegzugehen? Wo gibt es die neue Umgebung, neue Beziehungen, das neue Umfeld, bessere Klima, das uns gut tut und gesund ist? Was nehmen wir mit, was lassen wir zurück? Wie gehen wir fort, wo kommen wir an? Was erwartet uns dort? Was macht das mit uns? Wer werden wir sein?   
Wir wissen es nicht - und es hängt nicht allein von uns ab.

Wieso fällt es uns so schwer, aus Fehlern zu lernen? 
Aus Fehlern lernen ist das natürlichste auf der Welt, es ist Teil unseres genetischen Codes, unverzichtbar für das Überleben. Alle Lebewesen lernen aus Fehlern, nur wir Menschen leisten uns, darauf zu verzichten, weil wir glauben, immer alles richtig zu machen.
Was hindert uns daran, aus unseren Fehlern zu lernen?
Zu erkennen, dass wir uns geirrt haben? Sind wir nicht klug genug oder zu stolz? Zu ungeduldig oder zu faul?
Schämen wir uns oder sind wir arrogant? Fehlt uns Demut oder Vertrauen?

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, ob Sie Ihre Begabungen und Talente ausgeschöpft und entfaltet haben? Wie viele Ihrer Möglichkeiten haben Sie genutzt? Gibt es eigentlich eine Grenze für Talent, ein Verfallsdatum? Oder haben Sie es schon mal bedauert, zu wenig Potenzial zu haben, etwas mehr davon wäre schön? Was ist andererseits, wenn Sie feststellen, dass Sie überfordert sind, sich vielleicht selbst überfordern? Sich überschätzen?

Was ist aus dem Vermächtnis unserer frühen Vorfahren geworden? Überall auf der Welt zeigen Felsgravuren und Höhlenmalereien unsere Fähigkeit zu gemeinsamer Lösungsentwicklung, solidarischem Handeln und friedlichem Miteinander. Angesichts der globalen Krisen, Streitereien, nicht endenden kriegerischen Auseinandersetzungen, millionenfachem Tod auf Abruf in unzähligen Waffenarsenalen, scheint eine menschliche Zukunft unwahrscheinlicher denn je. Wie haben es unsere frühen Vorfahren hingekriegt? Wie konnten sie überleben? Was können wir lernen? Schauen Sie sich unseren Dialog mit den Ahnen an.

Wie steht es bei Ihnen mit dem Glück? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie oft Ihnen im Leben das Glück geholfen hat? Wie sich manches glücklicherweise zum Guten gewendet hat? Setzen Sie schon mal aufs Glück? Vielleicht sogar mit vollem Risiko? Oder glauben Sie vielleicht andererseits, dass das mit dem Glück bei Ihnen bislang eher dürftig war, es gerne mehr sein könnte? Wie sieht es mit der dunklen Seite des Glücks aus, wie man sie bei Menschen erlebt, die von der Jagd danach nicht mehr loskommen? Es erzwingen wollen, einmal geht noch, beim nächsten Mal klappt es bestimmt? Oder ist Glück so was wie Zufriedenheit? Beschert Zufriedenheit Glücksgefühle? Was ist eigentlich ein glücklicher Mensch? Was ist Ihre Geschichte vom Glück? 
Unsere wird hier erzählt - happiness is a warm gun*. 
                                                                  
*Wir haben uns für diesen Clip von John Lennon inspirieren lassen, der 1968 "happiness is a warm gun" als Headline zu einem Artikel über das Aufwachsen mit Feuerwaffen in der amerikanischen Waffenzeitschrift "American Rifleman" entdeckt hat. In dem Artikel berichtet ein Vater, wie er seinen siebenjährigen Sohn mit der Freude an Gewehren bekanntmachte. Im gleichlautenden Song erzählt uns Lennon seine Version vom Glück.
 
Hatten Sie schon mal das Gefühl, dass es im Leben manchmal ganz schön ungerecht zugeht? Dass oft andere von der Sonne bedacht werden, Sie jedoch im Regen stehen? Der französischen Schriftsteller Léo Malet (1909-1996) gibt uns den Rat "brüll das Leben an". Es liegt allein an uns, ob das Leben einfach so vorbeizieht oder uns beschenkt. Dass wir uns zeigen, uns deutlich zu Wort melden, sagen, was Sache ist. Und zugreifen, wenn sich eine Möglichkeit bietet.
 

Wir wissen, wie sehr wir am Gewohnten festhalten, und wie ungern wir Liebgewonnenes preisgeben. "Every man is a piece of the continent, a part of the main..." heisst es bei John Donne. Wir sind nicht allein, immer gibt es jemanden, für den wir da sind. Umgekehrt gibt es immer jemanden, der sich um uns sorgt. Wenn uns etwas geschieht sind auch andere betroffen. Und wenn anderen etwas genommen wird, verlieren auch wir. Sind wir dann nicht abhängig von anderen? Was ist mit unserer Vorstellung von individueller Freiheit?

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass Sie gar nichts zu erzählen haben, während Sie die Geschichten anderer Menschen hören?
Vielleicht liegt es ja daran, dass wir "immer schön bescheiden" sein wollen. Uns deshalb lieber klein machen.
Aus anderer Perspektive erscheinen die Dinge anders. Unwichtiges löst sich auf, Bedeutsames tritt hervor, was zählt, wird klar.

Lassen Sie andere daran teilhaben - erzählen Sie sich selbst.

Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie sich ein bisschen mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander wünschen? Dass Sie sich fragen, "was war das denn gerade für 'ne Nummer, einen so anzumachen?" Oder dass Sie sich selbst dabei ertappen, wie Sie jemanden so richtig abfahren lassen?
Sich freundlich selbst zu begegnen ist sicher ein guter Schritt, wieder runter zu kommen. - Und andere haben auch was davon, das strahlt aus.

Wird es Ihnen auch manchmal mulmig, wenn Sie von jemand Fremden lautstark angesprochen werden? Sie angerempelt werden? Jemand Ihnen hinterher ruft? Vielleicht fallen Ihnen dann die letzten Nachrichten über eine Gewalttat in einer Fußgängerzone ein. Und das, was direkt vor unserer Haustür läuft, was wir aus Unternehmen, Ämtern, Schulen, Kindergärten hören, wie da gemobbt und terrorisiert wird.
Was ist zu tun? Wie können wir beitragen, dass das aufhört?
Vaclav Havel hat davon gesprochen, dass es nicht darauf ankommt, wie sicher es ist, dass etwas gut geht, sondern dass das, was hilft, sicher gut ist. Es gibt zum Glück immer mehr Menschen, die uns zeigen, wie das geht. Dass es hilft, Aggression und Übergriff mit klarer, menschlicher Haltung zu begegnen.
Aufeinander achten. Zusammenstehen. In Verbundenheit.

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Wenn wir in 30 Jahren auf heute zurückschauen, wundern wir uns vielleicht ein bisschen über unsere Probleme damals. Die globalen Krisen, die Pandemien... Und vielleicht erinnern wir uns auch an die Aufbruchsstimmung, die Erwartungshaltung, unsere Träume und Pläne, daran, dass wir dachten, vielleicht könnte es Frühling werden.

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